Hovawart

Der Hovawart ist eine relativ junge Rasse mit sehr altem Namen, wird doch der Hofwarth in vielen mittelalterlichen Dokumenten als zuverlässiger Verteidiger und Bewacher von Haus und Hof erwähnt. Bilder zeigen einen langhaarigen Hund mit Hängeohren und buschiger Rute. Um die Jahrhundertwende nahmen sich Züchter des Harzes, des Schwarzwaldes u. a. Mittelgebirgsgegenden dieser alten Rasse an und begannen aus Bauernhunden dieser Landstriche den Hovawart neu zu schaffen. Das gelungene Produkt ihrer Bemühungen erhielt 1937 mit der offiziellen Anerkennung den heute gültigen Standard und verbreitete sich sehr schnell. Seine hervorragenden Arbeitseigenschaften verhalfen ihm zur baldigen Anerkennung als Diensthund. Er ist hart und wetterfest, unerschrocken und aufmerksam, ein guter Läufer und Springer. 

Übersicht

Durchschnittliches Alter:
Der Hovawart kann bis zu 12 Jahre alt werden. Mit der entsprechenden Pflege und Ernährung kann er ein Alter von 14 Jahren erreichen.

Durchschnittsgröße und -gewicht:
Der Rüde wird zwischen 63 und 70 cm groß und wiegt dabei circa 40 kg. Die Hündin wird zwischen 58 und 65 cm groß und wiegt dabei circa 30 kg.

Persönlichkeit, Charaktereigenschaften und Temperament:
Der Hovawart hat eine starke Persönlichkeit. Er ist sehr wachsam und anhänglich, aber auch sensibel und bleibt gerne in der Gesellschaft seiner Familie. Er besitzt jedoch eine gewisse Grundschärfe und Härte. Aus diesem Grund sollte eine konsequente Erziehung erfolgen. Er verfügt über ein gewisses Maß an Energie und ist sehr intelligent. Diese Eigenschaften sollten gezielt gelenkt werden, damit er sich nicht seine Aufgaben selber sucht. Der Hovawart ist eine Gebrauchshunderasse, die am liebsten täglich beschäftigt werden möchte. Er findet Einsatz als Schutz-, Fährten- oder Rettungshund. Mit der entsprechenden Beschäftigung eignet er sich auch gut als Familienhund und ist ein treuer Begleiter bei sportlichen Aktivitäten, wobei aufgrund von seiner Größe mit kleinen Kindern aufgepasst werden muss.

Zusammenleben mit anderen Haustieren:
Wurde der Hovawart von klein auf an andere Haustiere und Hunde gewöhnt, sollte es zu keinen größeren Problemen kommen.

Pflege

Das Haar des Hovawart ist lang, wollarm, leicht gewellt und geschlossen ohne Rückenscheitel bzw. Locken in blond, schwarz mit mittelblonden bis goldbraunen Marken und ganz schwarz. Das lange Fell sollte mehrmals pro Woche gebürstet werden, damit es nicht verfilzt und sauber bleibt. 

Entscheidungshilfe

Idealer Besitzer:
Aufgrund von seiner Größe und seinem Bedürfnis nach Beschäftigung ist der Hovawart eher für aktive Menschen geeignet. Ausreichend Zeit und Engagement für eine fundierte Ausbildung sollte vorhanden sein, da der Hovawart seine Position in der Familie kennen muss. Man sollte nicht vergessen, dass der Hovawart ursprünglich als Hof- und Wachhund gezüchtet wurde und daher eine gewisse Schärfe hat. Daher passt er auch besser zu Menschen, die schon Erfahrungen in der Hundeausbildung gesammelt haben, er ist kein Anfängerhund. Obwohl er in der goldbraunen Variante dem Golden Retriever ähnelt, unterscheidet er sich doch stark im Wesen von diesem. Am wohlsten fühlt sich der Hovawart, wenn er eine Aufgabe zu erfüllen hat. Außerdem sollte die Bereitschaft bestehen, das lange Fell regelmäßig zu bürsten. Sind die Grundkriterien erfüllt, hat man in dem Hovawart einen treuen Begleiter, der seine Familie und sein Heim im Notfall auch verteidigen wird.
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