Malteser-Hunderasse — Überblick
Lerne den Malteser kennen! Diese charmante, kleine Hunderasse mit dem langen, weißen, seidigen Fell und dem fröhlichen Wesen hat seit Jahrhunderten die Herzen der Hundeliebhaber weltweit erobert. Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammend, zählt der Malteser zu den ältesten Gesellschaftshunden der Welt. Mit seiner kompakten Malteser-Größe, seinem so geliebten, sanften und liebevollen Charakter und seiner enormen Anpassungsfähigkeit ist er der ideale Begleiter für Familien, Senioren und alle, die in Wohnungen leben.
Trotz seines eher glamourösen Aussehens ist der Malteser robust, verspielt und überraschend pflegeleicht, wenn man weiß, worauf man achten muss. Seine große Menschenbezogenheit macht ihn besonders anhänglich – er liebt es, dabei zu sein, wo immer du bist.
Lies weiter und erfahre alles Wichtige rund um diesen liebenswerten Vierbeiner, von Pflege über Training bis zur Lebenserwartung eines Maltesers.

Geschichte und Herkunft des Maltesers
Der Malteser-Hund zählt zu den ältesten bekannten Hunden Europas und galt bereits in der Antike als Symbol für Eleganz und Wohlstand. Später wurde die Malteser-Hunderasse besonders an europäischen Königshöfen der Renaissance geschätzt, wo sie als edler Begleit- und Gesellschaftshund gehalten wurde. Zahlreiche Gemälde und historische Schriften zeigen den Malteser als bevorzugten Hund des Adels und wohlhabender Familien. Auch bei den alten Ägyptern wurde der Malteser verehrt und war vermutlich ein Haustier der königlichen Familie des Pharaos. Denn im Grab Ramses II wurden Figuren aus Naturstein entdeckt, die dem Malteser, wie wir ihn heute kennen, recht ähnlich sehen.
Der moderne Rassestandard wurde im 19. und frühen 20. Jahrhundert gezielt festgelegt und anschließend durch kontrollierte Zucht weiter verfeinert. Besonderes Augenmerk lag dabei auf dem langen weißen Fell, der Malteser-Größe sowie dem kompakten Körperbau und dem freundlichen Wesen. Im Unterschied zu nah verwandten Rassen wie dem Bichon Frisé oder dem Bologneser besitzt der heutige Malteser ein deutlich seidigeres Fell und eine feinere, elegantere Erscheinung.
Malteser-Charakter: Was macht ihn einzigartig?
Der Malteser-Hund ist ein echter Herzensbrecher! Der fröhliche, sanfte und anhängliche Charakter eines Maltesers passt perfekt zu Menschen, die viel Liebe zu geben haben. Diese Hunde sind sehr menschenbezogen und wollen am liebsten den ganzen Tag in deiner Nähe sein.
Trotz ihrer zarten Erscheinung sind Malteser erstaunlich selbstbewusst und intelligent. Sie lernen gerne, lieben kleine Aufgaben und reagieren besonders gut auf Lob und positive Verstärkung. Auch mit anderen Haustieren und Besuchern kommen sie meist problemlos aus, vorausgesetzt, sie wurden gut sozialisiert.
Ähnliche oder verwandte Rassen, die du kennen solltest, sind:
Pflege- und Hygienebedürfnisse des Maltesers
Der Malteser-Hund ist klein, aber oho! Im Schnitt wiegt er zwischen 3 und 4 kg und erreicht eine Schulterhöhe von rund 20–25 cm. Damit er fit bleibt, ist eine gesunde Figur besonders wichtig, denn Übergewicht belastet Gelenke und kann zu ernsthaften Problemen führen. Besonders anfällig ist der Malteser-Hund für Patellaluxation (eine Verlagerung der Kniescheibe), Arthrose, sowie Zahnstein. Auch empfindliche Haut, Ohren und Augen sind rassetypisch. Durch zu langes Fell im Gesichtsbereich kann es leicht zu Reizungen oder Bindehautentzündungen kommen – daher sollte das Haar über den Augen regelmäßig gekürzt oder mit einem Gummi zurückgebunden werden.
Weitere mögliche rassetypische Gesundheitsprobleme sind das White-Dog-Shaker-Syndrom, ein neurologisches Krankheitsbild, welches häufig bei kleinen, weißen Hunderassen auftritt und sich durch plötzliches Zittern äußern kann. Die genauen Ursachen sind bislang nicht vollständig geklärt. Vermutet wird jedoch, dass Autoimmunreaktionen und genetische Faktoren beteiligt sind. Diese können Entzündungsprozesse im Gehirn auslösen, die die Nervenaktivität stören und dadurch das typische Zittern verursachen. Auch ein Lebershunt (eine angeborene oder erworbene Lebergefäßmissbildung) kann beim Malteser auftreten: Dabei wird das Blut nicht richtig durch die Leber geleitet, sodass sich Giftstoffe im Körper ansammeln und indirekt neurologische Symptome verursachen können. Bei Malteser-Welpen besteht außerdem ein erhöhtes Risiko für Hypoglykämie, einen zu niedrigen Blutzuckerspiegel, der sich unter anderem durch Schwäche, Zittern oder Teilnahmslosigkeit zeigen kann und schnell tierärztlich abgeklärt werden sollte.
Außerdem ist regelmäßige Pflege beim Malteser unerlässlich: Achte auf konsequente Zahnpflege beim Hund, um Entzündungen und Zahnverlust vorzubeugen. Halte die Ohren sauber, da Schmutz und Feuchtigkeit schnell zu Entzündungen führen können. Tipps gibt es hier: Hundeohren reinigen. Und nach dem Spaziergang solltest du den Hund gründlich auf Parasiten kontrollieren, besonders bei Zecken gilt: Zecke entfernen und zwar schnell.
Mit guter Pflege bleibt dein Malteser lange gesund und munter. Das trägt wesentlich zur Lebenserwartung deines Maltesers bei, die bei konsequenter Gesundheitsvorsorge durchaus 12 bis 15 Jahre betragen kann.
Wie alt werden Malteser?
Mit der richtigen Pflege kann dein Malteser nicht nur gesund bleiben, sondern auch richtig alt werden. Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und viel Zuwendung sind entscheidende Faktoren für ein langes und glückliches Hundeleben.
Achte außerdem auf regelmäßige Tierarztbesuche, gute Zahnpflege, saubere Ohren und Schutz vor Parasiten – all das kann helfen, Krankheiten frühzeitig zu erkennen. Auch ein stressfreier Alltag, ausreichend Ruhepausen und eine stabile Umgebung wirken sich positiv auf die Lebensqualität aus.
Wie alt werden Malteser also? Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Maltesers liegt bei 12 bis 15 Jahren, manche erreichen sogar bis zu 18 Jahre. Wenn du deinen Malteser liebevoll und verantwortungsvoll betreust, wird er dich viele Jahre als fröhlicher, treuer Freund begleiten. Gute Pflege verlängert nicht nur das Leben – sie macht es auch schöner.
Geistige und körperliche Auslastung eines Maltesers
Malteser sind kleine Energiebündel mit großem Köpfchen – sie brauchen nicht nur Bewegung, sondern auch geistige Beschäftigung. Trotz der kompakten Malteser-Größe haben sie ein starkes Bedürfnis nach Aktivität und Aufmerksamkeit. Spaziergänge mit dem Malteser müssen keine Marathons sein, aber regelmäßige Gassirunden sind wichtig, um ihn körperlich auszulasten und zufrieden zu halten. Für mehr Bewegung eignen sich Agility in niedriger Höhe, Tricks oder Dog-Dancing – Sportarten, bei denen Hund und Halter im Team agieren.
Geistig profitieren Malteser besonders von Denkspielen, kleinen Aufgaben oder dem Einüben neuer Hörzeichen. Auch hier zeigt sich, dass ein Malteser-Hund zwar klein ist, der Anspruch an Beschäftigung aber keineswegs unterschätzt werden darf.
Fehlt diese tägliche Auslastung, können sich schnell Verhaltensprobleme zeigen: Der Malteser wird unruhig, bellt vermehrt oder wirkt stur und „frech“! Ein ausgelasteter Malteser hingegen ist ausgeglichen, aufmerksam und hält sich am liebsten zufrieden an deiner Seite. Wer seinem Hund regelmäßig kleine Herausforderungen bietet, sorgt für Lebensfreude, stärkt die Bindung und vermeidet Stressverhalten im Alltag.
Ernährungsbedarf des Maltesers
Der Energiebedarf eines Maltesers hängt von Gewicht, Alter und Aktivitätslevel ab. Auch die Hundegröße spielt eine Rolle, denn kleinere Hunde haben im Verhältnis oft einen höheren Energieumsatz als größere. Als grobe Faustregel gilt: Ein erwachsener Malteser sollte täglich etwa 2–3 % seines Körpergewichts an Futter erhalten. Entscheidend ist dabei die Qualität der Inhaltsstoffe. Die Fütterungsempfehlung auf der Verpackung ist außerdem hilfreich, damit die richtige Menge angeboten wird.
Malteser brauchen ein ausgewogenes Futter mit allen essenziellen Nährstoffen: Protein unterstützt den Muskelerhalt, gesunde Fette liefern Energie, Kohlenhydrate versorgen den Körper mit schnell verfügbarer Energie, und Vitamine, sowie Mineralstoffe stärken Immunsystem, Haut und Fell. Achte außerdem auf gut verdauliche Zutaten, besonders bei empfindlichen Mägen.
Für eine gezielte Rundum-Versorgung bieten sich unsere PEDIGREE Ergänzungsfuttermittel an. So stellst du sicher, dass dein Malteser bekommt, was er wirklich braucht – für ein aktives, glückliches Hundeleben.
Für wen ist der Malteser geeignet?
Der Malteser wurde ursprünglich als Begleit- und Gesellschaftshund gezüchtet – und genau das ist er auch: ein treuer Freund, der die Nähe seiner Menschen liebt. Der typische Charakter eines Maltesers ist aufgeweckt, liebevoll und anpassungsfähig. Dadurch passt er perfekt in Familien mit Kindern, zu Singles oder Senioren.
Auch für das Leben in einer Wohnung ist er bestens geeignet, solange er genug Aufmerksamkeit, Bewegung und geistige Auslastung bekommt. Zu Hause zeigt er sich verschmust, aufmerksam und anhänglich, draußen tobt er gern mit anderen Hunden oder Familienmitgliedern.
Malteser sind in der Regel sehr sozial und kommen gut mit anderen Haustieren zurecht, wenn sie frühzeitig sozialisiert werden. Gemeinsames Spielen und klare Regeln sorgen für ein harmonisches Miteinander.
Wer einen familienfreundlichen kleinen Hund sucht, trifft mit dem Malteser eine wunderbare Wahl.
Weniger geeignet ist der Malteser für Menschen, die täglich viele Stunden außer Haus sind, denn die kleine Rasse braucht viel Nähe und Aufmerksamkeit. Auch wer einen sportlichen Arbeits- oder Leistungshund sucht, findet in anderen Rassen den passenderen Begleiter. In Haushalten mit sehr kleinen Kindern ist es zudem wichtig, diese im Umgang mit dem Hund zu beaufsichtigen, da Malteser zierlich und empfindlich sein können. Und auch wenn sie weniger haaren, als andere Rassen, sind sie nicht automatisch für alle Allergiker geeignet.
Was kostet ein Malteser?
Ein Malteser-Welpe von einem seriösen Züchter kostet in Deutschland meist zwischen 1.500 und 2.500 €. Der genaue Preis hängt unter anderem von Abstammung, Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Aufzuchtbedingungen und Zuchtverband ab. Sehr günstige Angebote solltest du immer kritisch prüfen, denn oft fehlen dabei wichtige Nachweise, und nicht selten steckt illegaler Welpenhandel dahinter.
Neben dem Kaufpreis solltest du auch die einmaligen und laufenden Kosten einplanen. Zur Hunde-Erstausstattung gehören unter anderem Näpfe, Körbchen, Leine, Geschirr, Spielzeug, Bürsten sowie praktische Pflegehelfer wie z. B. eine Zeckenzange. Monatlich kommen Kosten für Futter und professionelle Fellpflege hinzu. Zusätzlich lohnt es sich, monatlich Geld für Tierarztbesuche, Impfungen, Wurm-Kur etc. zurückzulegen oder sogar eine Hundekrankenversicherung oder OP-Versicherung abzuschließen, um bei hohen Tierarztkosten abgesichert zu sein. Zudem fällt jährlich die Hundesteuer an und je nach Bundesland/Wohnort auch der Hundehaftpflichtversicherungsbeitrag. Eine Hundehaftpflichtversicherung ist nicht in jedem Bundesland Pflicht, einige beschränken sie lediglich auf Listenhunde.
Malteser-Zucht und die Suche nach einem verantwortungsvollen Züchter
Ein gesunder Malteser beginnt mit der Wahl eines seriösen Züchters. Achte darauf, dass Gesundheitsvorsorge, liebevolle Aufzucht und Transparenz im Mittelpunkt stehen. Du solltest die Elterntiere kennenlernen können und Einsicht in tierärztliche Unterlagen erhalten.
Verantwortungsvolle Züchter kennen sich mit Wesen, Typ und Gesundheitsmerkmalen der Rasse genau aus. Vorsicht bei „Zufallswürfen“ oder Anbietern ohne Vereinszugehörigkeit und Ahnennachweise, denn hier fehlt oft die Grundlage für gesunde, gut sozialisierte Welpen.
Ein seriöser Züchter nimmt sich Zeit für Gespräche, stellt Fragen und bleibt auch nach dem Kauf Ansprechpartner. Vertraue deinem Bauchgefühl und informiere dich vorab hier: Einen guten Züchter finden.
Denn du suchst kein Schnäppchen, sondern einen treuen Begleiter für viele Jahre.
Wenn du einen liebevollen, fröhlichen und anpassungsfähigen Begleiter suchst, könnte der Malteser perfekt zu deinem Leben passen, egal ob als Familienhund, für Singles oder Senioren. Mit der richtigen Pflege und Erziehung wird er dich viele Jahre treu begleiten. Du möchtest mehr erfahren oder einem Malteser ein Zuhause geben? Dann besuche unsere Adoptionsseite für aktuelle Vermittlungen. Oder stöbere in unserer Hunderassen-Übersicht, um weitere passende Vierbeiner kennenzulernen!
Häufig gestellte Fragen über die Malteser-Hunderasse
Ist der Malteser ein Anfängerhund?
Ja, der Malteser-Hund eignet sich sehr gut für Anfänger. Er ist intelligent, freundlich und leicht zu erziehen. Der Malteser-Charakter ist geprägt von Sanftheit, Menschenbezogenheit und Anpassungsfähigkeit, was ihn zu einem unkomplizierten Begleiter für neue Hundebesitzer macht.
Wie oft sollte man mit einem Malteser Gassi gehen?
Malteser benötigen täglich mehrere Spaziergänge. Trotz der geringen Größe eines Maltesers ist regelmäßige Bewegung wichtig, um fit und ausgeglichen zu bleiben. Zusätzlich freuen sie sich über Spiel- und Kuschelzeit zu Hause. Wichtig ist eine regelmäßige Routine, um sowohl körperliche als auch geistige Auslastung zu gewährleisten.
Sind Malteser Kläffer?
Malteser können bellfreudig sein, besonders wenn sie sich langweilen oder auf sich aufmerksam machen wollen. Mit frühzeitigem Training, ausreichend Beschäftigung und klaren Regeln lässt sich das Bellen gut kontrollieren.
Kann man Malteser alleine lassen?
Malteser sind sehr anhänglich und ungern alleine. Kurze Zeiträume sind möglich, wenn sie daran gewöhnt wurden. Längere Alleinzeiten sollten vermieden werden, da sie zu Trennungsangst neigen.